MG-Versammlung

Am 1. Juni hielt der SV Pfefferwerk seine alljährliche Mitgliederversammlung ab. Schon im Vorfeld gab es viele Kontakte und Treffen, vor allem um die Satzungsänderungen zur Beitragsordnung und Beitragserhöhung zu diskutieren.

Und so kamen dann auch etwas mehr Mitglieder als in den Jahren zuvor. Immerhin eine Steigerung von 100%, so dass wir bei Versammlungsbeginn 80 stimmberechtigte Mitglieder zählten.

Gleich zu Anfang wurde einstimmig beschlossen, dass erst nach den Abstimmungen zu den Satzungsänderungen die Entlastung des Vorstands und dessen Neuwahl erfolgen sollte.

Der Bericht der Geschäftsführung

Der Tätigkeitsbericht 2015 wurde vom Geschäftsführer Jörg Zwirn vorgestellt. Die Zahl der Vereinsmitglieder zum Stichtag 1.1.2016 betrug 4.188. Im Vergleich zum Vorjahr nur ein geringes Wachstum um 65 Mitglieder. Zurückzuführen ist dies auf die Umwandlung zweier Hallen (Malmöer und Winsstr.) im November 2015 in Flüchtlingsunterkünfte. Zwar gab es Ausweichmöglichkeiten, die wir nach und nach etabliert haben, aber nicht jedes Mitglied konnte veränderte Zeiten oder Tage realisieren.  Dies hatte bis Ende 2015 den Austritt von 110 Mitgliedern zur Folge.  

Der Klettersport liegt seitdem komplett brach. Da wir keine Alternative anbieten können, werden deshalb in diesem Bereich derzeit keine Mitgliedsbeiträge eingezogen.

Im Jahr 2016 erwarten wir aus diesen Gründen ca. 600 Mitgliederaustritte.

Weiterhin haben wir bislang etwa 10 Sportangebote für geflüchtete Kinder und ihre Familien geöffnet. Dabei arbeiten wir eng mit den Flüchtlingsunterkünften der Mühlenstraße und der Storkower Straße zusammen.

Thema Peter-Panter-Park:  Hier soll ein alter Schulsportplatz durch eine Spendenkampagne wiederbelebt werden. Um den Platz für Angebote zu sanieren, werden 15.000 Euro benötigt. Über die Hälfte der Gelder konnte schon akquiriert werden. Auf dem Peter-Panter-Park wollen wir viele verschiedene Angebote bieten und u.a. den überfüllten Fußballplatz in der Ibsenstraße entlasten.

Ausblick 2016

Nach einem 8-jährigen Kampf zusammen mit zwei Oberstufenzentren für einen Neubau von zwei Sporthallen, gewinnen wir neue Hallenzeiten und können ab September 2016 in einer Halle an der Kniprodestrasse neue inklusive Konzepte anbieten.

Die Hallenschließungen der Malmöer Straße sowie der Winsstraße werden das ganze Jahr 2016 bestehen bleiben.

Im Juli 2016 eröffnet unser Verein als Träger die „Kita auf dem Holzmarkt“ mit 33 Plätzen für Kinder von 1 bis 6 Jahren. Dies wurde bereits in der Hauptversammlung 2014 beschlossen, konnte aber erst jetzt realisiert werden. In unserem Sinne wird dort ein umfassendes Bewegungskonzept umgesetzt. Schön ist, dass wir vom Vereinsregisteramt sowie vom Finanzamt grünes Licht dafür bekommen haben, den Kitabetrieb als Nebenzweck des Vereins einzutragen.

Finanzbericht 2015

Durch die Vereinsfinanzen führte Geschäftsführerin Janine Rosenheinrich. Durch den Wegfall von Förderungen in Höhe von 30.000 Euro konnte das Jahr 2015 nicht so positiv abgeschlossen werden wie 2014. Auch durch die Hallenschließungen, die damit verbundenen Austritte und die ruhenden Mitgliedschaften (deren Wert sich für Nov/Dez 2015 auf ca. 4.000 Euro beläuft) fehlen diese fixen Einnahmen im Gesamtergebnis und tragen 2016 zu einem Liquiditätsengpass bei. Durch vermehrte Projektarbeit in den Bereichen Inklusion und Flüchtlingsarbeit und die fast durchgängige Bezahlung von Übungsleitern und Trainern in den Abteilungen erhöht sich die Übungsleiterzahl auf aktuell 190 und die Übungsleiterausgaben um 25%. Es wurden aber auch Verbesserungen im Gehaltssystem der Abteilungsleitungen umgesetzt, an dem wir weiterhin arbeiten wollen, was aber die Ausgaben 2015 um 7,6% im Vergleich zum Vorjahr erhöhte. In 2016 sind auf Grund der aktuellen Situation keine weiteren Anpassungen geplant.

Auch die Zahl der Jobcenter-geförderten Mitgliedschaften stieg 2015 an. Durch die Beitragserhöhung erwarten wir die vermehrte Nutzung unseres Sozialtarifes.

Die Planung für das Jahr 2016 sieht vor, dass wir genau prüfen, welche Förderprogramme wir personell und finanziell langfristig gewährleisten können. Einsparpotentiale müssen aktiviert werden und eine gezielte Übungsleiterplanung in allen Abteilungen soll umgesetzt werden. Detaillierte Zahlenangaben findet Ihr im Finanzbericht.

Diskussionen und Austausch bei den Satzungsänderungen

Wie in der vorherigen Umfrage, in der 80% der 206 Teilnehmer für die Namensänderung in „Pfeffersport e.V.“ gestimmt haben, fiel das Abstimmungsergebnis dazu eindeutig aus: Der Satzungsantrag wurde mit 72 Ja-Stimmen angenommen.

Im Punkt „Formulierungsänderungen der Satzung“, die im Nachtrag von den Ämtern manchmal gewünscht werden, haben wir uns in Abstimmung aller Anwesenden auf Folgendes geeinigt: Formulierungsänderungen der Satzung, die von der zuständigen Registerbehörde oder vom Finanzamt vorgeschrieben werden, werden vom Vorstand umgesetzt und bedürfen keiner Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlung. Sie sind den Mitgliedern spätestens mit der nächsten Einladung der Mitgliederversammlung mitzuteilen.

Danach ging um das heiß umkämpfte Thema der neuen Beitragsordnung. Und so wurde mitunter sehr kontrovers, aber auch sachlich und lösungsorientiert diskutiert, ob und wie die Mitglieder diese Änderungsvorschläge mittragen können. Das hat uns klar gezeigt, dass wir den Ausbau und die Verbesserung der Angebote für alle bestehenden Mitglieder plus mehr gewünschtem Einbezug, dringend realisieren müssen. Das haben wir sogleich in unsere kontinuierliche Agenda mit aufgenommen. Abgestimmt wurde anschließend nur noch der erste Schritt der Beitragserhöhung zum September 2016. Die zweite Anpassung entfällt. Das Ergebnis fiel sehr knapp aus. Es konnte sich aber die „Seite für die Beitragserhöhung“ mit 38 von 72 verbliebenen Stimmen durchsetzen.

Daraufhin wurde der Vorstand entlastet und für die nächsten zwei Jahre neu gewählt. Er besteht nun aus 5 Personen:

Peter Neumann (Vorsitzender), Astrid Ewe, Klaus-Dieter Meyer, Björn Seidel und Marlon Kneiß (alle sind stellvertretende Vorsitzende).

Fazit: Gerade weil es sehr unterschiedliche Meinungen gab und auch sehr emotional argumentiert wurde, gab es einen konstruktiven Austausch auf Augenhöhe, der uns in unserem Denken und Handeln nachhaltig beeinflussen wird. Danke für Euer Engagement und Eure Offenheit!